U02 - WebWSPR:

Installation: Software

Web WSPR bietet verschiedene Installationsmöglichkeiten, je nach Kenntnisstand des Benutzers wählt man sich die geeignete aus:

Komplett vorbereitete Installation, für Eilige oder Benutzer mit wenig/keiner Linux Erfahrung

Es steht ein fix und fertig vorbereitetes Image für den Raspberry PI zur Verfügung, dieses ist extrem optimiert, braucht wenig CPU Leistung, ist stromsparend und speichereffizient. Wir haben viel Arbeit in die Optimierung dieses Images gesteckt. Die wichtigsten Eigenschaften dieses Images:

- alles fertig vorbereitet, es erfordert keinerlei Eingriffe des Benutzers, einschalten und es läuft.
- es wird KEINE Tastatur, keine Maus und kein Monitor benötigt (aber darf natürlich trotzdem angeschlossen sein)
- ein"Herunterfahren" des Rapis ist nicht notwendig. Zum Ausschalten einfach die Stromversorgung trennen
- die IP Adresse holt sich der Raspi via DHCP vom Internetrouter. Im Internetrouter (Fritzbox, Speedport ...) ist diese IP dann auch ablesbar.
- extrem schonend für die SD Karte, diese wird nur gelesen und nur sehr selten beschrieben (nur bei Änderungen der Konfiguration), daher ist eine hohe Lebensdauer der SD Karte zu erwarten.

Vorgehensweise zur Installation dieses Images:

1) Im Bereich DOWNLOAD das Image "fertiges Image für Raspberry PI" herunterladen.

2) dieses Image auf eine SD Karte brennen. Die SD Karte sollte mindestens 1GB und darf maximal 32GB haben. Die Geschwindigkeit der SD Karte ist egal, da sie nur zum starten benutzt wird und auf den laufenden Betrieb keinen Einfluß hat. Zum Brennen gibt es für alle Betriebssystem geeigente Software, für Windows z.B. DiskImager und viele andere. Wer soetwas noch nie gemacht hat sollte sich von einem OM helfen lassen.

3) SD Karte in den Raspi stecken

4) Transceiver mit dem Raspi verbinden (z.B. via Soundkarte, USB, serieller Schnittstelle usw.). Die Vorgehensweise ist die gleiche wie für alle anderen digitalen Betriebsarten und sollte bekannt sein.

5) Raspi mit einem Ethernetkabel dem Heim-Netzwerk verbinden

6) Stromversorgung des Raspis einschalten

nach ca. 2 Minuten kann man im Internetrouter (Fritzbox, Speedport ...) nachsehen welche IP Adresse vergeben wurde

Jetzt öffnet man einen Browser (nicht am Raspi, denn der hat keinen, sondern an irgendeinem Gerät im Heim-Netzwerk, PC, Tablet usw...) und gibt als Webadresse die IP des Raspi ein. Es erscheint dann folgendes Fenster:

     

    oder beim allerersten Start dieses Setup-Fenster: 

   

das Gerät ist jetzt in Betrieb.

Einstellung der persönlichen Daten:

- beim ersten Start oder später bei klicken auf den Knopf "SETUP", es erscheint das Setup-Fenster
- dort werden die persönlichen Einstellungen gemacht, wie auf der Seite "BETRIEB" beschrieben.

Installation aus dem Quellcode, für Benutzer mit Linux-Erfahrung:

der Quellcode besteht aus 2 Teilen, welche beide in einem ZIP Archiv vorhanden sind:

1) das WSPR Programm, geschrieben in C für Linux (mit fast allen Distibutionen lauffähig). Dieses macht den WSPR Betrieb, die Kommunikation mit dem Transceiver und ist (einmal konfiguriert) alleine lauffähig

2) die grafische Benutzeroberfläche: diese besteht aus verschiedenen Webseiten, welche durch den Apache-Webserver angezeigt wird. Die Anzeige kann an einem beliebigen Browser, an einem beliebigen Gerät erfolgen.

Entzippen der Quelldateien:

ich empfehle ein entzippen in den Ordner: /home/benutzer/wspr2
Im Prinzip ist der Ordner egal, aber wenn jeder den gleichen benutzt ist die Wartung u.U. einfacher

Nach dem Entzippen findet man:

- .../wspr2: die C-Quelldateien und verschiedene Scripts
- .../wspr2/wsprd_xyz: der WSPR Dekoder von K1JT, Version 2.0 (xyz ... Version vorbereitet für PC, Arm und ARM64bit)
- .../wspr2/htdocs: die Webseiten der Benutzeroberfläche

Vorbereitung des Linux Rechners:

es müssen verschiedene Libraries installiert werden. Für den Raspberry PI ist das Script raspi_prepare vorgesehen. Es lädt und installiert mit apt-get die benötigten Libraries. Für andere Geräte (z.B. Odroid, PC usw) kann man dieses Script als Ausgangsbasis benutzen. In den meisten Fällen unterscheiden sich die Library-Namen nur geringfügig. Beispiel: libfftw3-dev oder libfftw3-devel. Solche Anpassungen muss man ggf selbst vornehmen.

Komplieren des Quellcodes:

Im Installationsverzeichnis /home/benutzer/wspr2 schreibt man:  make

Das Programm wird jetzt kompiliert. Es dürfen keinerlei Fehlermeldungen auftreten. Falls der Kompliervorgang abbricht, so fehlt irgendein Library, die Fehlermeldung zeigt welches. Dieses Library installiert man und wiederholt dann: make.

Sobald diese Vorgang fehlerfrei beendet wurde startet man das Programm zunächst per Hand:

Starten des Programms:

vor dem Starten sollte natürlich eine Soundkarte und ein Transceiver angeschlossen sein. Mindestens muss eine Soundkarte im Rechner stecken, da diese beim Start gesucht wird.

einmaliger, manueller Start:

sudo  ./wsprtk  abc

Anhand der Konsolenausgaben kann man den Start gut verfolgen.

Zunächst werden alle Dateien der Webseiten ins Apache HTML (oder htdocs) Verzeichnis kopiert, alle Zugriffsrechte gesetzt und die Soundkarte gesucht.
Das Programm ist für den Betrieb mit einer Soundkarte ausgelegt, hat man mehrere so geht der Suchvorgang evt. schief. Der interne HDMI Sound wird ignoriert.

Sobald das Programm läuft startet man irgendwo im Netzwerk einen Browser und gibt die IP Adresse des Raspi (o.ä) ein. Man wird dann automatisch ins Setupfenster geführt wo man die persönlichen Daten eingeben muss, wie auf der Seite "BETRIEB" beschrieben.

manueller Start in einer Endlosschleife:

sudo  ./startwspr

! Am Anfang dieses Scripts ist ein Kommando zum wechseln in das wspr2 Verzeichnis. Hier muss man vorher den Benutzernamen anpassen !

Wenn man wspr mit diesem Script startet, so kann man die ON/OFF Buttons im Hauptfenster benutzen. Ein weiterer Vorteil ist, falls das Programm mal aus irgendwelchen Gründen abstürzen sollte, so startet es sich selbst wieder neu.

automatischer Start:

Will man WebWSPR automatisch beim booten starten, so ruft man startwspr an geeigenter Stelle auf. Der Aufruf muss als root erfolgen. Ich kann dafür kein Patentrezept anbieten, da das bei jeder Linuxdistribution etwas anders funktioniert. HIER gibt es eine Beschreibung für den Odroid. Für den Raspi empfehle ich obiges fertiges Image, dort ist der Autostart bereits fertig eingerichtet.